Sunday, March 24, 2002

for any of my siblings who may be interested in learning a little more about our great-great uncle Gustav August Johann Heinrich Böß, apparently it's as easy as doing a google.de search for Gustav Böß.

(If any readers need translation assistance, go here (will open in new window), but be warned, it's far from perfect translation.)

Sadly, the word "corrupt" is used in reference to him in places. He stepped down from office as a result of the "so genannten Sklarek-Skandal."

From this page about him we learn about his implication in the scandal, and we see a mention of our great-great Tante Anna and a certain fur coat:

"Am 23. September 1929 weilte Gustav Böß in New York, wo er die Ehrenbürgerschaft der Stadt erhielt. Noch während seiner Abwesenheit wurde vier Tage später der Sklarek-Skandal bekannt, der sich verhängnisvoll für den Oberbürgermeister auswirken sollte. Die Brüder Sklarek, beide Textilhändler, hatten sich illegal ein Belieferungsmonopol für Krankenhäuser und Fürsorgeeinrichtungen verschafft und Kreditbetrug begangen. Auch verschiedene Politiker und Beamte hatten bei der Firma ihren Bekleidungsbedarf stark verbilligt oder kostenlos gedeckt. Die Kampagne erreichte ihren Höhepunkt, als bekannt wurde, daß Frau Böß 1928 durch Vermittlung der Sklareks einen kostbaren Pelz erworben hatte, für den nur ein Bruchteil des tatsächlichen Preises in Rechnung gestellt wurde. Zurück in Berlin, beantragte Gustav Böß die Einleitung eines Disziplinarverfahrens gegen sich und bis zu dessen Beendigung seine Beurlaubung. In der Presse erschien am 6. November 1929 eine Erklärung von ihm, in der er seine Handlungsweise als unvorsichtig bezeichnete, sich aber von einer rechtlichen und sittlichen Schuld freisprach."
Here's another mention of Anna and the fur. not flattering.
"Neun Jahre lang regierte Böß die Stadt. Dann wurde ihm ein Pelz zum Verhängnis, den seine Frau bei der Kleiderverwertungsgesellschaft der Brüder Sklarek erstanden hatte. Erst nach mehrmaliger Aufforderung berechnete die Firma einen lächerlich niedrigen Preis. Da Frau Böß den Pelz nicht zurückgeben mochte, spendete der Bürgermeister den geschätzten Differenzbetrag von 1000 Mark für wohltätige Zwecke. Damit war die Sache für ihn erledigt."

And after some more digging, here's the article that sums it up the best:
Groß-Berlins neuer OB stürzt über einen Pelz.
It seems indeed that our Tante Anna and that damned fur may be the cause of the whole darn thing.
No wonder Opa "doesn't know" anything about these people!

still, he must have done ok, since there's still a Gustav-Böß-Straße, as well as a few other things named after him.

Last week Chris and I were pondering his fate after the Nazis came to power; it turns out he was arrested and held in solitary confinement for nine months, according to this:
"1930 zur Dienstentlassung verurteilt, ließ sich Gustav Böß in den Ruhestand versetzen. Drei Jahre später rollten die Nationalsozialisten den Fall erneut auf. Böß wurde festgenommen und neun Monate in Einzelhaft gehalten. Aus der Haft entlassen, ging er 1934 nach München und von dort an den Starnberger See, wo er am 6. Februar 1946 verstarb."